Wofür ein Untersetzer gebraucht wird
Jeder Pflanzkübel hat ein Abzugsloch, und was oben hineingegossen wird, kommt unten wieder heraus. Im Innenraum ist ein Untersetzer deshalb keine Option, sondern Voraussetzung: Ohne ihn landet das Gießwasser auf Parkett, Teppich oder Naturstein.
Draußen entscheidet der Untergrund. Auf Kies oder Rasen kann das Wasser versickern, dort brauchen Sie nichts. Auf einer Holzterrasse, auf Sandstein und auf hellem Betonwerkstein dagegen hinterlässt ablaufendes Erdwasser dunkle Ränder, die sich kaum wieder entfernen lassen. Ein Untersetzer verhindert das von Anfang an.
Ein zweiter Effekt kommt im Sommer dazu: Was im Untersetzer steht, zieht die Pflanze über Stunden nach oben zurück. An heißen Tagen verschafft Ihnen das einen halben Tag Reserve. Im Winter gilt das Gegenteil, dann sollte er leer bleiben.
Die richtige Größe finden
Maßgeblich ist der Durchmesser des Kübels am Boden, nicht am oberen Rand. Viele Gefäße verjüngen sich nach unten, und wer den oberen Rand misst, kauft zwei Nummern zu groß.
Rechnen Sie ein bis zwei Zentimeter Zugabe: Der Untersetzer soll den Kübel sicher aufnehmen, ohne dass ringsum ein breiter Rand sichtbar bleibt. Bei runden Kübeln nehmen Sie einen runden Untersetzer, bei eckigen einen eckigen, sonst steht das Gefäß nur auf zwei Kanten auf.
Bei großen Formaten lohnt der Blick auf das Volumen statt auf den Durchmesser: Ein Kübel ab 60 cm gibt nach einem Starkregen mehrere Liter ab, und ein flacher Untersetzer läuft dann einfach über. Wählen Sie in dieser Größenordnung die tiefere Ausführung.
Untersetzer in identischer Glasur
Für die meisten Keramikmodelle gibt es den passenden Untersetzer aus demselben Brand, in derselben Glasur. Das ist der Unterschied zum Zubehörteil, das nur ungefähr passt: Farbton, Glanzgrad und Oberflächenstruktur stimmen überein, und die Kombination wirkt wie ein Stück statt wie zwei.
Das Material bringt denselben Vorteil mit wie beim Kübel. Hochgebrannte Keramik nimmt kaum Wasser auf, der Untersetzer bleibt also auch gefüllt draußen stehen, ohne im Frost zu reißen.
Wenn Sie den Kübel nicht schützen, sondern bewegen wollen, ist ein Untersetzer allerdings das falsche Produkt. Dafür brauchen Sie einen Pflanzenroller, also ein Rollbrett mit Lenkrollen, das die Last aufnimmt. Untersetzer mit Rollen gibt es zwar, sie sind aber für kleine Zimmerpflanzen ausgelegt, nicht für bepflanzte Großgefäße.
Häufige Fragen zu Untersetzern
Welche Größe brauche ich?
Messen Sie den Durchmesser des Kübels am Boden und rechnen Sie ein bis zwei Zentimeter dazu. Die passende Größe steht außerdem in der Beschreibung jedes Modells, sodass Sie nicht selbst rechnen müssen.
Kann der Untersetzer im Winter draußen bleiben?
Ja, das Material verträgt Frost. Kippen Sie ihn im Herbst aber aus und lassen Sie ihn leer: Ein Kübel, der den ganzen Winter in stehendem Wasser steht, bekommt Staunässe an den Wurzeln, und das schadet der Pflanze mehr als die Kälte.
Brauche ich im Innenraum zwingend einen Untersetzer?
Entweder das, oder ein Gefäß mit verschlossenem Abzugsloch. Bei den Edelstahlmodellen liegt dafür ein Stopfen bei. Bei Keramik ist der Untersetzer der einfachere Weg.
Gibt es Untersetzer mit Rollen?
Für kleine Töpfe ja, für bepflanzte Großgefäße nicht sinnvoll. Ab etwa 40 cm Durchmesser gehört ein Rollbrett unter den Kübel, und zwar bevor Sie ihn bepflanzen, denn danach ist er kaum noch anzuheben.